Siebenbürgerplatz - Eröffnung |
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Nach mehreren Monaten der Vorbereitung fand am 20. Mai endlich die feierliche Einweihung des "Siebenbürgerplatzes" statt. Wie kam es dazu? Mitten in der sog. "Siebenbürgersiedlung" in Traun - in der es an Straßennamen die Siebenbürger- und die Wermeschstraße sowie das Nösnerland gibt), befindet sich ein öffentlicher Parkplatz, der in den letzten Jahren auch als Veranstaltungsort für das von Jugend und Musik gemeinsam durchgeführte Straßenfest dient. Von Jahr zu Jahr sah dieser Platz immer verwahrloster aus, weshalb die Stadt Traun eine Sanierung in Erwägung zog. Und hier beginnt die Geschichte: Wir kamen auf die gute Idee, das Praktische mit dem Nützlichen zu verbinden: Wenn schon die Stadt den Platz sanieren muß, dann könnten sich die Siebenbürger doch auch dabei beteiligen und im Gegenzug würde der Platz dann einen Namen erhalten (allerdings nur inoffiziell, d.h. die Adressen der Anrainer ändern sich nicht dadurch). Gedacht, gesagt, getan: Die Stadt gab grünes Licht, d.h. bei einer Gemeinderatssitzung wurde unserem Antrag offiziell entsprochen. So blieb zunächst das Problem der Namesgebung: Der Großteil des Nachbarschaftsausschusses und der Jugend tendierte zum Namen "Honterusplatz". Mittels Ankündigung und Befragung im "Siebenbürger" kamen aber noch einige Vorschläge dazu, und bei der demokratischen Abstimmung am Richttag deises Jahres entschied sich die Mehrheit für den Namen "Siebenbürgerplatz".
In das Jahr 2001 fällt zugleich auch das 45jährige Bestandsjubiläum von Jugendgruppe, Musik und Nachbarschaft. Daher wird heuer in jedem Monat mindestens eine Veranstaltung abgehalten - die Platzweihe kann man ruhigen Gewissens als den Höhepunkt bezeichnen.
Schließlich herrschte bis kurz vorher Hochbetrieb: Die Jugend hatte nochmals den Platz gesäubert, gekehrt sowie das inzwischen leider allzu rasch gewachsene Unkraut entfernt und half anderen fleißigen Helfern und Helferinnen beim Einbetonieren der Parkbänke und des Wappengestells. Starke Männer aus Nachbarschaft, Musik und Jugend stellten das bei einem befreundeten Verein geliehene Zelt auf, denn punkto Wetter wollte niemand ein Risiko eingehen. Man schmückte die Tische und bereitete den Altar vor, um den Gottesdienst in einem würdigen Rahmen feiern zu können. Auch das beliebte grüne Kraut wurde vorbereitet, das Grillen und den Ausschank haben glücklicherweise befreundete Betriebe (beide Chefs sind Mitglieder der Nachbarschaft) übernommen, um auch dem Ausschuß einen wirklich entspannten Sonntag zu gönnen.
Danach fanden sich die zahlreichen Trachtenträger, auch schon einige Ehrengäste sowie Abordnungen befreundeter Vereine und Nachbarschaften beim Friedhofsparkplatz zur Aufstellung zum gemeinsamen Kirchgang ein. Sämtliche Seitenwände des Zeltes waren schon zeitig in der Früh aufgrund zu erwartenden Schönwetters entfernt worden - das Zelt diente glücklicherweise als Sonnen- statt Regenschutz! Und dank des Blütenschmucks des Altars, den kleinen Blumenvasen auf den Tischen und des Altarbildes (das Bühnenbild vom aufgeführten Petrus-Oratorium) wirkte auch das Zelt dem Anlaß entsprechend festlich. Nach dem Gottesdienst begrüßten zunächst zwei mit Borten gezierte Mädchen die Anwesenden und die Ehrengäste: Allen voran Bürgermeister Dr. Peter Schlögl, die Vizebürgermeister Fritz Enzenhofer und Ing. Harald Seidl, Kulturstadträtin Ursula Adlung, Stadtrat Egonald Maurer sowie den Stadtamtsdirektor Dr. Wojak und mehrere Trauner Gemeinderäte, denen wir an dieser Stelle nochmals unseren herzlichsten Dank aussprechen möchten: Ohne deren positive Einstellung wäre diese Platzweihe ein Wunschtraum geblieben.
Ehrensache für die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen, diesem Fest beizuwohnen: Es konnten der Vereinsobmann von OÖ., Kons. Hans Waretzi, der Landesobmann Kons. Fritz Teutsch, der Landesobmann-Stellvertreter Johann Haitchi und natürlich unser Bundes- und Landes-Ehrenobmann Kons. Dr. Fritz Frank ebenso begrüßt werden wie der Sierninger Nachbarvater Michael Müller und die Bad Haller Nachbarmutter Katharina Gubesch und weitere Abordnungen aus Wels, Vöcklabruck und Linz. Nachbarvater Martin Duka dankte in seiner Ansprache der Stadt Traun für ihre großzügige Unterstützung und wies darauf hin, daß dieser Platz vor allem auch unsere Nachkommen an die Geschichte und die Herkunft der Siebenbürger Sachsen erinnern soll. Bürgermeister Dr. Schlögl, der unserem Projekt von Anfang an wohlwollend gegenüberstand, lobte vor allem die vorbildliche Integration der Siebenbürger Sachsen in der hiesigen Gesellschaft. Auch unser Vereinsobmann Kons. Hans Waretzi und Kons. Fritz Hagendorf fanden Worte des Lobes, dankten uns und ermutigen uns gleichzeitig. Wir - die Siebenbürger Nachbarschaft, Jugend und Trachtenkapelle Traun - wollen uns nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen, sondern nehmen sie als Ansporn für weitere Aktivitäten und gute Zusammenarbeit mit anderen Vereinen dankend entgegen!
Der feierlichen Enthüllung der Gedenktafel und des Wappens (als Vorlage diente übrigens das alte Siebenbürgerwappen mit dem gelben Hintergrund) durch Bürgermeister Dr. Schlögl und Vizebürgermeister Fritz Enzenhofer folgte - natürlich von der Trachtenkapelle musikalisch umrahmt - eine weiterer Höhepunkt des Tages:
Freundlicherweise hatte die Feuerwehr tags zuvor beim Aufstellen geholfen. Der Stamm war zwar dick, das Erklimmen dennoch kein Kinderspiel. Nach dem dazugehörigen Aufsagen seiner Kronenrede und dem Beschenken der umstehenden Kinder mit einigen Handvoll Zuckerln tanzte die Jugend rund um den Baum. Als einige Trachtenpaare schließlich den Gästen ein Stamperl Schnaps und ein Stück Hanklich oder Klotsch als Gegenleistung für eine kleine Spende anboten, zeigten sich die Anwesenden wieder äußerst freigiebig. Wir danken daher allen unseren Mitgliedern, Gönnern und Freunden nochmals ganz, ganz besonders herzlich! Dank ebenso allen Helfern und Helferinnen, der Stadt Traun sowie allen Anwesenden, daß sie mit uns diesen besonderen Tag miterlebt haben. |
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| Videos: | |
| Einmarsch auf den Platz | mpg, 4.515 kb |
| Enthüllung des Steins | mpg, 4.483 kb |
| Enthüllung des Wappens | mpg, 3.393 kb |